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Klimaschutz

Bargeldlos für’s Klima

Wie können Kartenterminals und Onlineshops Bäume pflanzen? Warum nutzen wir unsere Gewinne für Aufforstung und Waldschutz? Was gilt es zu beachten? Diese Fragen klären wir in diesem Beitrag.

Michael Winter
- 5 min read
Bargeldlos für mehr Klimaschutz.

Our planet is in a state of climate emergency. But I also see hope.

Mit diesen deutlichen Worten beschrieb UN-Generalsekretär Antonio Guterres vor einigen Tagen unsere Situation zur Klimakrise. Laut einer Studie der Weltorganisation für Meteorologie zählt das Jahr 2020 zu den drei wärmsten seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen. Die Folge sind unter anderem extreme Wetterlagen, Waldbrände, sowie Schmelzprozesse, die Gletscher und antarktische Eisschilde bedrohen. Klar ist also: Wir müssen handeln, unseren CO2-Ausstoß deutlich senken und die globale Erwärmung auf 1,5°C über dem vorindustriellen Niveau begrenzen. Nur so können wir Kippelemente und unkontrollierbare Kettenreaktionen noch verhindern.

Doch wie viel Zeit bleibt uns eigentlich noch? Die Wissenschaft gibt uns hier ein klares Hilfsmittel zur Hand: die Climate Clock. Sie gibt an, wie lange es bei den aktuellen Emissionsraten dauern wird, bis unser CO2 Budget aufgebraucht ist. Die Climate Clock ist unsere Frist, um entscheidende Maßnahmen zu ergreifen:

BIS WIR UNSER 1.5°C CO2 BUDGET AUFGEBRAUCHT HABEN

Was können wir tun?

Um das 1.5°C Ziel zu erreichen, braucht es vielfältige Ansätze, wie folgende Erkenntnis (aus dem Klimawandel-Buch) zeigt:

In den vergangenen zehn Jahren wurden durch menschliche Aktivitäten im jährlichen Durchschnitt 39 Gigatonnen (Gt) CO2 ausgestoßen; das entspricht 39 Milliarden Tonnen CO2. Etwa 28% davon werden von Böden und der Vegetation gespeichert, rund 22% werden von den Ozeanen aufgenommen und der Rest (44%) verbleibt in der Atmosphäre.

Wo die restlichen 6% verbleiben ist wissenschaftlich leider noch ungeklärt. Aber eines ist klar: Wir müssen unsere Emissionen drastisch reduzieren und das Speicherpotential erhöhen. Hierzu erfreut sich insbesondere ein Werkzeug vielfacher Aufmerksamkeit: Aufforstung – denn Bäume binden CO2.

Im Sommer 2019 haben Wissenschaftler*innen der ETH Zürich mit ihrer Waldstudie für allerhand Aufsehen gesorgt. Laut den Forscher*innen können wir weltweit eine Fläche von 900 Millionen Hektar wieder aufforsten – also die Fläche Europas. Würde dieses Potential vollkommen genutzt, so könnten 205 Gigatonnen Kohlenstoff aus der Atmosphäre gezogen werden. Zum Vergleich: Seit der industriellen Revolution hat die Menschheit circa 300 Gigatonnen Kohlenstoff emittiert. Der Studienleiter Tom Crowther sprach unterdessen von „der mit Abstand effektivsten Klimaschutz-Option, die wir haben“. Obwohl die Studie auch hinsichtlich des vereinfachten Forschungsansatzes und bezüglich der Berechnungen zur Speicherung von Kohlenstoff kritisiert wurde, so scheinen sich Expert*innen darin einig, dass Aufforstung zumindest ein Baustein der Klimalösung ist.

Was wird bereits getan?

Es gibt viele gemeinnützige Aufforstungs- und Waldschutzorganisationen weltweit. Prominente Vertreter*innen sind etwa The Generation Forest, Plant-for-the-Planet, Lebenswald (BOS) und Eden Reforestation Projects. Am Beispiel Eden sieht man, dass das Thema zunehmend an Bedeutung gewinnt. Mit der NGO aus Kalifornien arbeiten bereits viele Unternehmen und Startups wie The Nu Company, Ecosia, bunq und awa7 zusammen. Auch TapTree’s Partner*innen wie etwa die Goldschmiede Dauber unterstützen die Organisation bereits. Eden initiiert und organisiert Aufforstungsprojekte beispielsweise in Nepal, Madagaskar oder Haiti. Dabei lässt sich auch an den Umsatzzahlen der “Baumpflanz”-Organisationen ein klarer Trend erkennen. So konnte Eden die Einnahmen zwischen 2014 und 2019 verfünffachen!

Und so funktioniert das Ganze: Du kaufst beispielsweise einen Schokoriegel oder ein Schmuckstück, oder du klickst auf eine Werbeanzeige bei Ecosia. Dadurch entstehen für die jeweiligen Unternehmen Einnahmen. Mit einem Teil dieser Einnahmen werden dann Organisationen unterstützt, die Baumpflanz- und Waldschutzaktionen durchführen. Eigentlich ganz easy oder?

Was tun wir?

Wir haben uns gefragt:

Wie können Einzelhandel und Gastronomie unkompliziert einen Beitrag zur Klimalösung leisten?

Einige Lösungen liegen auf der Hand: Energie sparen, Plastik vermeiden, weniger Lebensmittel wegwerfen und klimafreundliche Produkte verkaufen. Aber wer denkt an Bezahlprozesse, wenn es um aktiven Klimaschutz geht? Vermutlich die Wenigsten. Genau das wollen wir ändern und Payment neu denken. Wir ermöglichen Einzelhändler*innen und Gastronom*innen bargeldlose Zahlungen per Kartenterminal und im Onlineshop einfach anzunehmen und dabei einen Beitrag zur Klimalösung zu leisten.

Und so funktioniert’s: Stellen wir uns vor ein*e Kund*in steht an der Kasse und zahlt per Kreditkarte. Für den bargeldlosen Transfer des Geldes fällt eine Transaktionsgebühr an, die der*die Händler*in an TapTree zahlt. Wir wiederum nutzen einen Anteil (>60%) des daraus erzielten Gewinns für Aufforstung und Waldschutz. Darüber hinaus platzieren wir gezieltes Nachhaltigkeitsmarketing am Verkaufspunkt, um Bewusstsein zu schaffen und Einzelhändler*innen und Gastronom*innen für ihr Klimabewusstsein zu belohnen.




Durch diese Vorgehensweise schaffen wir – wie wir liebevoll sagen – eine Quadrupel-Win Situation:

  • Endkund*innen aller Banken haben ein positives Gefühl beim Bezahlen, denn jede Zahlung zählt.

  • Einzelhandel und Gastronomie können unkompliziert und ohne Mehrkosten einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten, ihren CO2-Fußabdruck reduzieren und klimabewusste Konsument*innen gewinnen.

  • TapTree kann nachhaltig wachsen und den Impact stetig erhöhen.

  • Das Klima profitiert, da wir eine Klimaschutzabgabe – die wir übernehmen – in den Bezahlprozess einbetten und damit aktiv am 1,5°C Ziel mitarbeiten.

Was müssen wir beachten?

Aufforstung muss auf ganzer Linie nachhaltig sein. Das ist TapTree und unseren Partner*innen sehr wichtig – denn die Spenden sollen schließlich auch den gewünschten Beitrag leisten. Unser Ziel ist es einen positiven Impact für alle Beteiligten (vor Ort), die lokalen Ökosysteme sowie Flora und Fauna zu erzielen. Bei all unseren Aktivitäten orientieren wir uns an dem Konzept der „Forest Landscape Restoration”, bei dem zerstörte Waldsysteme so aufgeforstet werden, dass das gesamte Ökosystem sowie die Menschen vor Ort davon profitieren.

Zentrale Faktoren nachhaltiger Aufforstprojekte sind die Biodiversität und die Anpflanzung heimischer Bäume. Dort wo Bäume gepflanzt werden, sollte also auch Lebensraum für andere Pflanzen und Tierarten entstehen. Das heißt konkret, dass eine reine Baumplantage, die schnell wächst und viel Kohlenstoff bindet, nicht automatisch der Nachhaltigkeit dient. Solche Monokulturen müssen vermieden werden und eine natürliche Durchmischung gewährleistet sein. Dies schafft schließlich nicht nur einen gesünderen Wald, sondern sorgt unter anderem dafür, dass die Wasser- und Bodenqualität vor Ort verbessert wird.

Generell möchten wir, dass die lokale Bevölkerung von der Aufforstung durch die Verbesserung der Luftqualität, die Schaffung von Naherholungsmöglichkeiten sowie Arbeitsplätzen profitiert. Daher wählen wir für Aufforstung und Waldschutz Organisationen, die lokales Knowhow nutzen und fördern.

Warum reicht Anpflanzen alleine nicht aus?

Bei allen Bestrebungen dürfen wir aber nicht vergessen, dass in der Regel kleine Setzlinge gepflanzt werden. Bis diese zu einem echten CO2-Speicher heranwachsen, vergehen je nach Baumart viele Jahrzehnte.

In dieser Zeit kann viel passieren. So ist beispielsweise damit zu rechnen, dass die Jahresdurchschnittstemperatur ansteigen wird. Dies belastet Bäume insbesondere bei Dürreperioden oder Hitzewellen und macht sie anfälliger für den Befall von Schädlingen.

Eine weitere Gefahr: Waldbrände. Erst in diesem Sommer mussten wir zusehen, wie die Wälder rund um San Fransisco und in Australien in Flammen standen. Diese Naturgefahr kann im Zweifel ganze Aufforstungsprojekte und bestehende Wälder zerstören.

Daher muss die Strategie immer sein, nicht nur neu-aufgeforstete Flächen zu pflegen und nachhaltig anzulegen, sondern auch bestehende und gewachsene Wälder, beispielsweise gegen Kahlschlag, zu schützen.

Lohnt es sich nun Aufforstung zu unterstützen?

Unbedingt! Auch wenn das Thema Aufforstung nicht unumstritten ist und es einiges zu beachten gilt, so können Baumpflanzaktionen doch ein geeignetes Werkzeug sein, um dem Klimawandel entgegen zu treten. Wenn dabei noch die Menschen vor Ort unterstützt und die Biodiversität gestärkt wird, profitieren wirklich alle davon: die Menschen, die Tiere, die Natur und das Klima.

Warum überhaupt Payment?

Insgesamt stellt die Verknüpfung von Zahlungsströmen mit Aufforstungsprogrammen und Waldschutzprojekten einen enormen Hebel dar: Beispielsweise wurden 2019 allein im deutschen stationären Einzelhandel 224 Mrd. € mit Karten gezahlt. Hier hätte bereits eine kleine Abgabe von 0,13% ermöglicht 2,5 Mrd. Mangrovensetzlinge über das Eden Reforestation Project in Madagaskar zu pflanzen.

Mit TapTree wollen wir gemeinsam mit Einzelhändler*innen und Gastronom*innen den Traum einer enkeltauglichen Zukunft Wirklichkeit werden lassen. Unser Payment-Angebot leistet hier einen wichtigen Beitrag für das gemeinsame Ziel: 1.5°C.


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