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Verantwortungseigentum

TapTree soll sich selbst gehören

Warum gründen wir TapTree in Verantwortungseigentum? Was bedeutet das für Mitarbeiter*innen, Investor*innen und Gründer*innen? Auf diese Fragen und wie wir die Realisierung planen, gehen wir in diesem Artikel ein.

Benjamin Behringer
- 3 min read
Verantwortungseigentum – unser Kompass für die Zukunft.

Eine wichtige Information vorweg:

To save the climate, we have to reimagine capitalism.

Rebecca Henderson, Harvard University

Um das Klima zu schützen, müssen wir Kapitalismus neu denken. Das Klima unseres Planeten und unsere Wirtschaftssysteme sind eng miteinander verbunden. So hat beispielsweise ökologisch-unnachhaltiges Wirtschaften einen negativen Effekt auf das Klima. Die Klimakrise wiederum schwächt die Wirtschaftskraft – eine Abwärtsspirale entsteht.

Wir haben uns daher gefragt, ob die Struktur und Organisation eines Unternehmens ökologisches, soziales und ökonomisches Handeln fördern kann. Wie sieht eine Welt aus, in der Unternehmen keine Spekulationsobjekte sind? Auf unserer Suche sind wir auf die Idee des Verantwortungseigentums gestoßen – Unternehmen, die nach Sinnmaximierung streben und damit die besten Voraussetzungen für ein gerechteres und nachhaltigeres Wirtschaftssystem mitbringen. Oder um es mit den Worten der Purpose Economy zu sagen:

Verantwortungseigentum ermöglicht unabhängige Unternehmen, die langfristigen Sinn und nachhaltige Entscheidungen über kurzfristige Profitmaximierung stellen.

Vorbilder und Vorreiter für Verantwortungseigentum sind etwa Einhorn, Ecosia, Sharetribe und Neue Narrative. Alle Unternehmen die bereits heute Teil des Purpose Netzwerkes sind, findest du direkt auf der Purpose Economy Website. Und jetzt verraten wir euch, wie wir planen Verantwortungseigentum bei TapTree umzusetzen.


Was ist unser Antrieb und wie wirkt Verantwortungseigentum bei uns?

Wir sind davon überzeugt, dass ein sinn- und gemeinwohlorientiertes Unternehmen sich selbst gehören sollte – also ein Unternehmen, das sich in Verantwortungseigentum befindet.

TapTree ist ein Technologieunternehmen, das nachhaltiges profitables Wirtschaften und sozial-ökologisches Handeln miteinander vereint. Unser Unternehmenszweck und -sinn lässt sich wie folgt zusammenfassen:

Wir leisten einen erheblichen Beitrag zur Klimalösung, stellen Lebensräume für Mensch und Tier (wieder) her und helfen lokalen Gemeinschaften, sich ökologisch, sozial und ökonomisch weiterzuentwickeln. All unsere Aktivitäten sind auf den Wert des Menschen und seine wahren Bedürnisse ausgerichtet.

Um unseren Unternehmenssinn zu verwirklichen, verpflichten wir uns, einen erheblichen Anteil unserer erwirtschafteten Gewinne zur Finanzierung und Unterstützung von Nachhaltigkeitsaktivitäten zu verwenden und insbesondere zur Aufforstung unseres Planeten und zum Schutz von Wäldern.


Wie stellen wir sicher, dass TapTree stets seinem Unternehmenszweck dient?

Wir verankern dazu zwei zentrale Gedanken zu Verantwortungseigentum in unserer Satzung:

  • TapTree kann weder ganz noch in Teilen verkauft werden.
  • Die Ausschüttung von Gewinnen an die Eigentümer*innen ist ausgeschlossen. Stattdessen werden Gewinne zur Erreichung des Unternehmenszwecks gespendet, sowie für eine nachhaltige Entwicklung des Unternehmens reinvestiert.

Außerdem schaffen wir vier Anteilsklassen A bis D. Die Klassen A und B dienen der Kontrolle des Unternehmens, das heißt, auf sie entfallen 100% der Stimmrechte. Die Klassen C und D dienen dem Risikoausgleich für Investor*innen und Gründer*innen.




Wie stellen wir sicher, dass die Kontrolle über TapTree immer bei Menschen liegt, die auch aktuell Verantwortung im Unternehmen tragen?

Wir wollen sicherstellen, dass Entscheidungen ausschließlich durch mit dem Unternehmen verbundene Personen getroffen werden – konkret Mitarbeiter*innen, die die Auswirkungen kennen und die Konsequenzen selbst tragen.

Damit TapTree sich selbst gehört, schaffen wir A-Anteile bzw. Steward-Anteile, die 99 Prozent der Stimmrechte darstellen und bei im Unternehmen angestellten und aktiven Mitarbeiter*innen liegen. „Aktiv“ bedeutet, dass nur Mitarbeiter*innen stimmberechtig sein können, wenn sie mindestens 20 Stunden pro Woche bei TapTree arbeiten.

Dadurch erzielen wir eine dauerhafte Verbindung von Eigentum und Verantwortung. Mit anderen Worten: Eigentümer*innen sind Treuhänder*innen. Verlässt ein*e Eigentümer*in TapTree, gibt er*sie die Kontrolle im Unternehmen auf.

Natürlich müssen wir außerdem den Schutz der Satzung gewährleisten und missbräuchliche Änderungen grundsätzlich ausschließen. Das heißt, die Schutzmechanismen, die Verantwortungseigentum beschreiben, sollen nicht veränderbar sein.

Damit TapTree sich dauerhaft den Werten des Verantwortungseigentums verschreibt, nutzen wir einen B- bzw. Veto-Anteil, der mit 1 Prozent der Stimmrechte ausgestattet ist, und übertragen ihn an die Purpose-Stiftung. Die Stiftung kann immer dann ein Veto einlegen, wenn eine Satzungsänderung von den Prinzipien des Verantwortungseigentums abweicht. Wichtig ist, dass die Purpose-Stiftung die Wahrung des Verantwortungseigentums und den „Zwang zum Veto“ in ihrer eigenen unveränderlichen Satzung festgelegt hat. Daraus folgt, dass Missbrauch per Design ausgeschlossen ist.

Welche Möglichkeiten hat TapTree zur Zusammenarbeit mit Investor*innen unter Wahrung der Kontrolle?

Die Zusammenarbeit mit Impact Investor*innen bietet auch für uns viele Vorteile, denn sie unterstützen den Unternehmenszwecks durch Expertise und ermöglichen den Zufluss von Kapital. TapTree soll jedoch kein Spekulationsobjekt sein und langfristig seinem Zweck dienen. Ein Verkauf von TapTree an ein Nicht-Purpose-Unternehmen ist daher grundsätzlich per Satzung ausgeschlossen. Als Alternative zum klassischen Exit schaffen wir folgenden Mechanismus zur Belohnung der Risikoübernahme.

Impact Investor*innen können mit C-Anteilen ausgestattet werden. C-Anteile sind stets stimmrechtslos, und können mit einer festen und zusätzlich gewinnbezogenen Verzinsung ausgestattet werden. Entsprechend des Risikoprofils wird eine Auszahlungsobergrenze festgelegt, zum Beispiel das 2,5-fache des ursprünglichen Investments. Das Multiple wird per Satzung gedeckelt. Unser Ziel ist es stets C-Anteile durch Gewinne zurückzukaufen, frühestens jedoch nach fünf Jahren.

Wie kann TapTree unternehmerisches Risiko von Mitarbeiter*innen belohnen?

TapTree soll seinem Unternehmenszweck dienen und seinem Sinn folgen. Gewinne können nicht privatisiert und marktunübliche Gehälter nicht gezahlt werden. Wie können wir also die Übernahme von frühem Risiko und Gehaltsverzicht incentivieren?

Analog zu C-Anteilen schaffen wir stimmrechtslose, fest- und erfolgsabhängig verzinste D-Anteile für Gründer*innen und Mitarbeiter*innen. Um das Risiko des Gehaltsverzicht fair und objektiv zu quantifizieren, dient die Differenz zwischen dem am freien Markt erzielbaren Gehalt und dem Gehalt bei TapTree als Ausgangswert. Der Gesamtwert aller verfügbaren D-Anteile ist beschränkt.

Zu beachten gilt hier, dass C-Anteile von Investor*innen immer vor D-Anteilen von Gründer*innen und Mitarbeiter*innen zurückgekauft werden. Diese Priorisierung ist eine Sicherheit für die stimmrechtlosen Investor*innen.

Unsere Satzung werden wir nach unserer Gründung hier für alle zugänglich veröffentlichen – ganz im Sinne unserer Transparenzziele.


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